Fetale Transfusion

Bei Unverträglichkeiten der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder der Blutplättchen (Thrombozyten) zwischen Mutter und Kind (z.B. Rh-Konflikt, Alloimmun-Thrombozytopenie) können kindliche Blutübertragungen durchgeführt werden.

Punktionen und Drainagen von fetalen Körperhöhlen

Zur Differenzialdiagnose von fetalen Erkrankungen und zur Vermeidung von Folgeschäden können bei krankhaften Ansammlungen von Flüssigkeiten in präformierten Körperteilen (Blase, Nieren, Brustkorb, usw.) diese abpunktiert und untersucht werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dauerhafte Drainagen zwischen kindlichen Körperhöhlen und der Fruchthöhle (feto-amniale Drainagen) zu schaffen, wenn ein entsprechender Nutzen für das Kind zu erwarten ist.

Bei Polyhydramnion (z.B. Zwillings-Transfusions-Syndrom usw.) können von uns Fruchtwasser-Drainagen durchgeführt werden. Dies kann auch wiederholt notwendig sein.

Siehe auch: Plazentapunktion, Fruchtwasserpunktion, Nabelschnurpunktion

Fetale Chirurgie

Die fetale Chirurgie, die heute bei solchen fetalen Erkrankungen wie Spina bifida (offener Rücken) oder Zwerchfellhermie durchgeführt wird, ist als experimentelle Therapie einzustufen. Im Bereich der Fetalen Chirurgie und der Lasertherapie bei FFTS arbeiten wir eng mit Prof. Dr. Kurt Hecher (Universität Hamburg), Prof. Dr. Ulrich Gembruch (Universitätsklinikum Bonn) und Prof. Dr. Jan Deprest (Universität Leuven, Belgien) zusammen.

Bei schweren Herzfehlbildungen wie dem Hypoplastischen Links-Herz-Syndrom (HLHS) kooperieren wir mit Prim. Dr. Wolfgang Arzt (Linz, Österreich), der ermutigende Ergebnisse bei der Aufdehnung verengter Gefäße zeigen kann.