Invasive Diagnostik

Im Zentrum für Pränatale Medizin Leipzig werden alle invasiven Techniken wie Plazentapunktion (Chorionzottenbiopsie), Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) und Nabelschnurpunktion (Kordozentese) zur Gewinnung von fetalen (kindlichen) Zellen bzw. Geweben durchgeführt. Notwendigkeit und Zeitpunkt bzw. Art der Punktionstechnik richten sich nach den erhobenen Befunden und den Erfordernissen und werden individuell mit der Schwangeren bzw. den Eltern besprochen. Die so genannten Punktionen sind der einzige Weg, bestimmte Chromosomenstörungen bzw. genetische Defekte mit sehr hoher Sicherheit auszuschließen. Die invasive Diagnostik bis zur 22. Schwangerschaftswoche wird bei uns prinzipiell ambulant durchgeführt, Ausnahmen werden mit der Schwangeren individuell festgelegt.

Indikatoren (Gründe) für Punktionen können sein (nicht vollzählig):

  • Erbmaterialstörungen in der Familie und bei Verwandten 1. Grades
  • Erbmaterialstörungen bei bereits geborenen Kindern
  • auffälliges Erst-Trimester-Screening
  • sonografisch festgestellte Fehlbildung
  • auffälliger Triple-Test
  • Schwere fetale Wachstumsstörungen

Siehe auch: Genetik, Genetisches Institut